Das war Australien …

Nach dem Surfen sind wir wieder nach Sydney geflogen. Den letzten Tag in Australien habe ich noch am Bondi Beach verbracht und den Abend mit einem Glas Rotwein und Ausblick auf die Harbour Bridge in dem Cafe vor der Oper ausklingen lassen.

Dabei wurde mir bewusst, dass dies der erste Ort meiner ganzen Reise ist, den ich mit Bedauern verlassen würde. Bisher gab es viele wirklich schöne Orte und Plätze. Aber immer habe ich mich auch gefreut, weiter zu ziehen, etwas Neues zu sehen. Diesmal war diese Freude das erste Mal auch ein bisschen mit Wehmut verbunden, dass ich dafür gehen muss.

Australien war schön. Groß! Und sobald man die Küstenstädte verlässt hat man Land und Natur in einer Menge zur Verfügung, die man gar nicht wirklich verarbeiten kann. Aber Australien ist auch sehr europäisch. Geordnete Strukturen, eine funktionierende Wirtschaft und Luxus (wenn man ihn denn will) sind zum Leben sehr schön. Bei so einer Reise allerdings, nimmt das ein wenig die Spannung, das Abenteuer. Und Australien war teuer. Gefühlte Lebenshaltungskosten von ca. 130% der deutschen. Insbesondere Lebensmittel waren verdammt kostspielig. Und über um die 15 Euro für ein Six-Pack Bier aus 0,3L-Flaschen will ich lieber gar nicht mehr reden…

So gefiel mir Australien insgesamt schon sehr und ich will mir auch definitiv noch andere Abschnitte dieses schon fast lächerlich großen Landes ansehen. Aber die Wehmut bezog sich definitiv auf Sydney. Die Stadt hat mich völlig in ihren Bann gezogen. Diese Mischung aus Nonchalance, Eleganz, Schönheit und Strandgefühl ist … einfach meins. Das Lebensgefühl, nach dem ich immer gesucht habe. Wenn ich vor zwei Monaten geschrieben habe, ich liebe die Anden, dann muss ich das auch von dieser Stadt sagen.

Und jetzt muss ich mich beherrschen, nicht ins Schwärmen zu verfallen…

 

Kristallklar

So kann man das Wasser bei Byron Bay am besten beschreiben.

Nach unserer Schnorchelei sind wir, wie gesagt, wieder zurück Richtung Brisbane gefahren, um dort den Mietwagen zurückzugeben. Da wir noch zwei Tage Zeit hatten, sind wir zunächst einfach an Brisbane vorbei ins ein paar Kilometer südlicher gelegene Surfers Paradise. Das entpuppte sich als ein Streifen von Hochhaus-Hotels entlang des Strandes und ist damit auch adäquat und ausreichend beschrieben.

Nachdem wir dann am 16. Januar den Wagen abgegeben hatten, haben wir uns stracks in einen Bus gesetzt, der uns zu einem Campingplatz ein paar Kilometer südlich von Byron Bay gebracht hat. Die letzte Australienwoche habe zumindest ich dann surfend in dem kristallklaren Wasser der Bucht direkt vor dem Campingplatz verbracht. Der Surf war, wie für einen Sandstrand üblich, eher mäßig. Aber der Strand an sich war sehr schön. Eine langgezogene Bucht, an deren einem Ende der Ort Byron Bay liegt. Vom Campingplatz aus war es fast eine Stunde zu Fuß am Strand entlang bis dorthin.

Byron Bay

Die Woche war entspannt und schön. Für mich ein guter Abschluss des zweiten Kontinents der gesamten Tour. Leider habe ich von den zwei schönsten Erlebnissen dort keine Fotos. Denn beide fanden auf dem Surfbrett statt.

Ich paddelte gerad liegend gegen die Wellen wieder ins Line-Up (den Bereich, in dem man wartet, bis eine geeignete Welle anrollt), als ich auf einmal glaubte eine Finne gesehen zu haben. Nun denkt man als Surfer ziemlich häufig, man hätte irgendwas gesehen. Aber diesmal war es deutlicher. Und als ich noch einmal suchend hingesehen habe, war die Rückenflosse ganz deutlich zu erkennen…

Ich hatte schon angefangen möglichst ruhig wieder in Richtung Strand zu paddeln, als mir einfiel, dass ich vielleicht die anderen Surfer warnen sollte. Als ich auf einen zuhielt und rief „What’s that?“ („Was ist das“), während ich in die finnige Richtung zeigte, antwortete er mir „Dolphins“! Ich vergewisserte mich noch einmal, ob er sich seiner Sache sicher sei und als er meinte, das sei er, wurde ich auch wieder ruhiger.

Stattdessen vergaß ich für ein paar Momente das Surfen, als ich zwei der großen Tiere, nur ein paar Meter entfernt, beim Luftholen beobachtete. Und als man sie dann durch das klare Wasser sehen konnte, wie sie (statt mir) in der nächsten kommenden Welle surften, war mein Tag gemacht. Ich war begeistert.

 

Am nächsten Tag paddelte ich mal wieder im Line-Up hin und her, um den besten Punkt für die nächste Welle anzusteuern. Ich war ganz alleine im Wasser – etwas, was man als Surfer auch nicht oft hat und es entsprechend genießt. Im Einklang mit mir, dem Meer und meinem Sport war ich sowieso schon richtig guter Stimmung. Als ich auf einmal ein Platschen hörte. Es dauerte einen Moment, bis ich realisiert hatte, dass ich davor auch gesehen habe, was dieses Platschen verursacht hatte: ein bestimmt einen Meter breiter Rochen war einmal komplett aus dem Wasser gesprungen, wie man es sonst eher von Delfinen kennt. Ich konnte richtig sehen, dass er oben dunkel und unten hell war. Das Platschen war der Moment, als er wieder ins Wasser eintauchte. Diesmal war ich nicht nur begeistert, sondern auch sprachlos. Das toppte sogar noch die Delfine vom Vortag. Ich kann mich zumindest nicht erinnern, davor schon einmal einen Rochen in seiner natürlichen Umgebung gesehen zu haben. Und schon gar nicht fliegend! Ich wusste nicht mal, dass die so etwas können.

Ich kann nur wiedergeben, was ich danach gedacht habe: der Hammer!!

 

Sonnenaufgang bei Byron Bay

Taucherbrillen …

… sind eine wunderschöne Erfindung. Denn damit kann man schnorcheln gehen. Und wenn man gerade zufällig in Australien sein sollte, dann kann man das sogar am Great Barrier Reef tun!

 

Als wir am 9. Januar auf Frazer Island waren, haben wir auf dem Rückweg über den Inselhighway (den Strand) zur Fähre eine dicke, weißliche Wolke an der Südspitze der Insel aufsteigen gesehen. Frazer Island brannte! So wie eine ganze Menge andere Gebiete Australiens zu diesem Zeitpunkt. Mittlerweile sind die Feuer vermutlich von den heftigen Regenfällen gelöscht worden. Dafür stehen jetzt Uferpromenaden, über die wir noch vor 3 Wochen gelaufen sind metertief unter Wasser. Zu unserem Glück gab es allerdings keine Buschfeuer entlang der Strecke nach Town of 1770 und deren Zwillingsstadt Agnes Waters. Zu diesen Städten, von denen aus man nicht viel anderes machen kann, als Touren zu den südlichsten Ausläufern und Inseln des Great Barrier Reefs zu unternehmen, hat uns auch unsere Fahrt geführt. Die beiden, direkt nebeneinander liegenden Städtchen, waren der Umkehrpunkt der Tour von Brisbane aus. Von dort sind wir wieder zurück Richtung Süden gefahren.

Aber zuvor haben wir noch eine der eben erwähnten Touren mitgemacht. Für ungefähr 150 Euro sind wir morgens mit einem Boot, zusammen mit ca. 98 anderen Touristen, von Town of 1770 aus zum Lady Musgrave Island gefahren. Mit Hilfe einer ziemlich alten Packung von Superpep Forte Reisekaugummis, ist es mir sogar gelungen „nur“ etwas weiß im Gesicht dort anzukommen, ohne die sogenannten Just-In-Case-Bags (Nur-für-den-Fall-Tüten) benutzen zu müssen…

Lady Musgrave Island ist eine winzige Koralleninsel, die Teil eines kleinen Atolls ist. Um die Insel einmal zu Fuß zu umrunden braucht es nur etwa 10-15 Minuten. Sobald der Motorkatamaran in das Atoll eingelaufen war, hörte jegliche Schaukelei schlagartig auf. Es gab in fest installiertes Ponton, auf dem Tische und Bänke waren, sowie bestimmt 200 Schnorchelausrüstungen bereit lagen. Und das war aus organisatorischer Sicht auch das, was den ganzen Trip echt gut gemacht hat: es ging sofort los und man war völlig frei in der Einteilung der 5-6 Stunden, die wir dort zugebracht haben. Zunächst sind wir natürlich ins Wasser. Später am Mittag, gab es noch eine kleine Führung über die Insel mit ein paar Hintergrundinformationen zur ziemlich reichhaltigen Vogelwelt dort. Dann ging es irgendwann am späten Nachmittag – dank eines Kaikoura-Crackers (einer Seekrankheits-Tablette, die ich schon beim Delfinschwimmen erfolgreich benutzt habe – relativ entspannt wieder zurück.

 

Aber wie gesagt – zunächst war die Unterwasserwelt dran. Ich hab ein wenig geflucht zu Beginn, da die Taucherbrillen natürlich nicht perfekt gepasst haben und ich immer etwas Wasser drin hatte. Aber nachdem ich dann die 50 Meter von der Einstiegsstelle bis zum Riff geschwommen bin, war das auch irgendwie unwichtig.

Ein winziger Teil des Great Barrier Reefs

Es war zwar nur ein minimaler Ausschnitt, des insgesamt fast 2.300 km langen Riffs – und so hatte man auch nicht so richtig das Gefühl, jetzt das seit 1981 weltberühmte UNESCO Weltnaturerbe erforscht zu haben – aber es war schön. Und zwar richtig schön! Am Morgen herrschte noch Flut. Und so konnte man mit ganz leichten Flossenschlägen, die Hände entspannt auf dem Rücken verschränkt, einen knappen Meter über dem Riff dahin schweben. Unter einem malte die Sonne durch die Wasseroberfläche Reflexe aus Licht und Schatten auf dunkle Seegurken, lila Seesterne, braune Korallen, Anemonen, oder Muscheln, in einer Größe, Form und Farbe, dass man fast erwartet, sie würden sich gleich öffnen und Arielle würde darin sitzen. Man konnte sogar an den Häärchen an den „Lippen“ erkennen, wie diese Muscheln, die teilweise so groß wie zwei nebeneinander liegende Hände waren, das Meerwasser eingesaugt und ausgestoßen haben. Dazwischen schwammen die Rifffische in allen Arten und Farben umher, die man sich so vorstellen kann.

Bewohner des Riffs

Wenn man lange genug über und um den Korallenblock geschnorchelt ist, hat man immer wieder neue Dinge entdeckt. Fische, die sich zwischen den Korallen verstecken; andere, die die Korallen fressen; kleine Fische, die an großen Fischen knabbern; ganze Schwärme, die auseinanderstieben, wenn man hindurchgeschwommen ist; …

Wirklich und einfach schön!

 

Später sind wir dann auch kurz vom Ponton auf die Insel übergesetzt – immer in Gruppen von ca. 15 Personen – und mit einer orts- und vor allem sachkundigen Führerin einmal durch den dortigen Wald spaziert. Dabei hat sie uns erzählt, dass die ganze Insel aus Korallen besteht und in ihrer ursprünglichen Form unbewaldet war. Erst Zugvögel haben mit ihrem Dung die Samen auf die kleine Insel gebracht.

Lady Musgrave Island

Und praktischerweise gleich den Nährboden dazu. Den ohne die abertausende von Vögeln, die pro Jahr auf der Insel nisten und ihren Dung verteilen, könnten die Pisonien, die den Hauptbewuchs der Insel ausmachen, nicht überleben. Heute ist die Insel bis auf den Strand komplett bewaldet und dauerhaft nur von Vögeln bevölkert.

Typischer Bewohner der Koralleninsel

Der Strand der Lady

Wenn man darüber wandert zwitschert es unaufhörlich und in einer Lautstärke, dass man Gefahr läuft, bei einem längeren Aufenthalt einen Tinnitus zu entwickeln. Insgesamt sieht die Insel genau so aus, wie man sich eine Südpazifikinsel vorstellt: weißer Strand, in der Mitte Bäume, viele Vögel, Einsamkeit. Leider habe ich kein Foto der Lady Musgrave Insel, aber die Nachbarinseln sehen ziemlich genauso aus.

Inselidylle

Und ehrlich gesagt, sah es dort überall so aus. Der Blick sowohl ins Wasser auf das Riff als auch rund herum war so schön, dass es schon richtig kitschig war. Aber manchmal ist eben auch Kitsch eine tolle Sache…

Kitschig-schöne Aussicht

 

 

 

Eine Insel nur aus Sand …

… ist Frazer Island. Nachdem wir uns im Anschluss an die Grampians noch einen Tag Melbourne angesehen haben (nicht interessant genug, für einen eigenen Eintrag) sind wir nach Brisbane geflogen und von dort mit einem weiteren Mietwagen die Sunshine Coast Richtung Norden gefahren. Unser erstes Ziel dabei war das etwa 124 km lange und 15 km breite UNESCO Weltnaturerbe Frazer Island. Die Insel besteht tatsächlich vollständig aus Sand. Es gibt kein Gestein oder klassische „Erde“, wie wir sie aus unseren Wäldern kennen. Trotzdem ist der Großteil der Insel mit Eukalyptuswäldern und tropischem Regenwald bedeckt.

Da die Straßen der Insel aus dem gleichen Material, wie die ganze Insel bestehen – aus Sand – kann Frazer nur mit einem echten, geländegängigen Jeep befahren werden. Einen zu mieten war selbst für einen Tag verdammt teuer, so dass wir uns entschlossen haben uns einer – auch nicht wirklich günstigeren – geführten Tour anzuschließen.

Strasse auf Frazer

So ging es dann mit zwei dicken Jeeps, mit Fahrern, einem Vertreter der indigenen Bevölkerung (einem ziemlich dicken und schmutzigen Aborigine, der den ganzen Tag nur über dickbusige Blondinen gesprochen hat) und 10 Teilnehmern morgens auf die Insel. Leider bestand die Tour zum größten Teil aus Autofahren. Von etwa sieben Stunden auf Frazer Island, saßen wir bestimmt vier bis fünf nur im Auto. Sollte ich noch einmal dorthin kommen, werde ich definitiv selber fahren. Vor allem möchte ich gerne einmal über die offizielle Autobahn – die auch gleichzeitig Rollfeld für Kleinflugzeuge ist – düsen.

Frazer Autobahn

Rollfeld auf Frazer

Zum Glück gab es aber, neben gefühlt stundenlangen Fahrten über den Strand, doch auch ein paar Dinge zu sehen. Und Frazer Island ist wirklich schön. Der Blick vom sogenannten „Indian Head“ – einer der ganz wenigen Formationen, die nicht aus reinem Sand, sondern (auch) aus Vulkangestein bestehen – war einfach toll. Grüner Regenwald auf der Insel, weißer Sandstrand und klares, blaues Wasser. Ein Anblick wie für eine Postkarte. Nur leicht irritierend dabei: die massenhaften Jeeps und Pick-Ups am Strand – aber man kann nun einmal nicht alles haben…

Blick vom Indian Head

Während der Mittagspause konnten wir dann auch ein wenig die Fauna der Insel bewundern und endlich zeigte sich auch, warum Gumpa, der „indigene Vertreter“, dabei war. Nämlich, um uns etwas über das Didgeridoo zu erzählen. So habe ich gelernt, dass die Instrumente traditionell hergestellt werden, indem man Termiten das innere bestimmter Eukalyptusstämme aushöhlen lässt. Besonders schön, fand ich seine Erzählung, dass die Aborigines mit dem Didgeridoo heilen. Man setzt das Ende des Instruments an oder auf die richtige Stelle am Körper und die Schwingungen sollen eine heilende Wirkung haben. Dabei setzt man es bei den Frauen auf die Stirn und bei den Männern über das Herz. Denn Frauen vergeben, vergessen aber nicht. Und Männer können vergessen, nehmen sich aber alles zu Herzen. Mag schon ein bisschen Wahrheit enthalten …

Echse auf Frazer

Spinne auf Frazer

 

Im Jahre 1935 sollte der ehemalige Luxusliner S.S. Maheno an Frazer Island vorbei zur Verschrottung nach Japan geschleppt werden. Ein unerwarteter Zyklon führte aber dazu, dass heute noch die verrosteten, stählernen Überreste des Schiffs dekorativ am Oststrand der Insel liegen.

Die S S Maheno

 

Noch ein Stückchen weiter nördlich liegen die „Champagne Pools“. Eine weitere Formation vulkanischen Ursprungs. Die natürlich gebildeten Pools sind von der offenen See nur durch ein bisschen scharfkantiges Vulkangestein getrennt, welches von jeder größeren Welle mit Schaum überspült wird. So kommt der leicht dekadent klingende Name zustande.

Champagne Pools

 

Zum Abschluss der Tour haben wir noch einen Badestopp am Lake McKenzie gemacht. Einem Süßwassersee im Inselinneren. Das Wasser des Sees ist Grundwasser, welches nicht über Land geflossen ist. Mit der Konsequenz, dass es extrem nährstoffarm ist und es somit im See fast keine Tierpopulation gibt. Der See aus diesem extrem klaren Wasser ist umrundet von weißen Sandstränden und liegt wunderschön inmitten des Inselwalds. Trotz nicht wirklich wenigen, badenden Touristen hat der Ort etwas Ruhiges und Entspanntes.

Lake McKenzie

 

Trotz der Stunden, welche wir im Auto verbringen mussten und dem Nachteil einer Touri-mäßig geführten Tour hat Frazer Island lässig mit seinem Charme überzeugt. Die Insel ist wirklich schön und wenn ich das nächste Mal in Australien bin (spätestens, wenn ich mit Jana nach Sydney gezogen bin) werde ich bestimmt noch einmal – diesmal im eigenen Jeep – dorthin fahren.

 

 

Die Great Ocean Road und die Grampians

Eine Straße am Meer

Nachdem wir das neue Jahr mit als die Ersten auf dem Planeten eingeläutet haben, hatten wie den ersten Tag in 2013 noch zum Müßiggang zur Verfügung. Mit dem einzigen Wermutstropfen, dass wir am nächsten Morgen verdammt früh aufstehen mussten. Der Flieger von Sydney nach Melbourne ging um 6 Uhr morgens. Mit dem Effekt, dass ich mir für eine Nacht noch ein Hostel in relativer Nähe des Flughafens genommen habe und so „erst“ um 3:30 Uhr aufstehen musste. Den Neujahrstag hatte ich noch am Bondi-Beach verbracht.

In Melbourne angekommen, haben wir als Erstes den vorbestellten Mietwagen abgeholt und uns auf den Weg zu einer der angeblich schönsten Straßen der Welt gemacht: der Great Ocean Road.

Ca. 100 km süd-südwestlich von Melbourne beginnt die Straße, für knapp 250 km ziemlich dicht der Linie der Südküste Australiens zu folgen. Sie windet sich mit den Stränden, Buchten und steilen Abbrüchen zum Wasser hin immer in Kurven vorwärts. Von Melbourne aus kommend, geht der Blick die meiste Zeit links auf den Ozean und rechts auf Felder, Regenwälder und Hügel.

 

Da wir direkt nach Sylvester gefahren sind, waren auch in Australien noch Ferien. Mit der Konsequenz, dass wir als erstes mal auf der Great Ocean Road im Stau standen. Immer wenn ein Ort kam, begann die Einfahrt in die Ortschaft üblicherweise mit einem Kreisverkehr. Und üblicherweise staute sich dann der Verkehr ca, 20 Minuten die Straße zurück.

Außerdem mussten wir ganz schön suchen, bis wir für ca. 40 EUR für eine Nacht noch den letzten Stellplatz auf einem hoffnungslos überfüllten Campingplatz ergattern konnten. Neben dem, in Anbetracht der zur Verfügung stehenden 4 WCs und 4 Duschen und der eben nicht zur Verfügung stehenden Küche, schon unverschämten Preis, hatte der Campingplatz aber auch etwas positives: nämlich ein paar verflucht faule Koalas in den Eukalyptusbäumen drum herum. Und auch am nächsten Tag konnten wir noch ein paar weitere dieser wirklich unglaublich knuddeligen Bären auf den Bäumen im Great-Otway-Nationalpark beobachten.

Knuddelig

Auch nicht schlecht

Da die Hauptnahrung der Koalas – die Eukalyptusblätter – nicht allzu viel Energie enthalten, haben die Tiere eine ziemlich lässige Überlebensstrategie entwickelt: um Energie zu sparen schlafen sie einfach den ganzen Tag.

Faulpelz

Schlafmütze

Nachdem wir genügend Fotos der Kuschelbären für ein ganzes Album geschossen hatten, sind wir weiter gefahren um den bekanntesten Abschnitt der Great Ocean Road zu sehen – die 12 Apostel. Wobei ich den nächsten Stau wunderbar nutzen konnte, um endlich mal eine Aufnahme der in Australien weit verbreiteten und ganz schön lauten Kakadus zu machen.

Kakadu

Als wir dann am Aussichtspunkt zu den 12 Aposteln ankamen, versuchten wir uns genauso erfolglos wie die anderen hundert Touristen der Heerschaaren von nervtötenden Fliegen zu erwehren, die zwar nichts getan haben, aber vehement versucht haben, jede halbwegs vernünftige Aufnahme der schönen Felsnadeln durch Verursachen unkoordinierter, entnervter Handbewegungen zu verhindern. Es waren wirklich viele Fliegen!

Trotzdem habe ich es geschafft, die ein oder andere Aufnahme zu realisieren.

Die 12 Apostel I

Da die gesamte Great Ocean Road, wie erwähnt, nur knappe 250 km lang ist, haben wir uns mit zwei Tagen schon reichlich Zeit gelassen und waren dann am Nachmittag des 3. Januar 2013 auch schon an ihrem Ende angelangt. Im Fazit muss ich sagen, die Straße ist schon schön, aber wie hat Dirk es meiner Ansicht nach sehr treffend ausgedrückt? „Es ist halt auch nur eine weitere Straße am Meer“.

Die 12 Apostel II

Vielleicht ist man schon etwas abgestumpft, nach 4 Monaten Reise, vielleicht habe ich auch einfach schon zu viele „Straßen am Meer“ gesehen. Aber wirklich beeindruckt hat mich die Great Ocean Road nicht. Wobei sie definitiv schöner war, als die Strecke an der Westküste Neuseelands. Mich hat sie sehr an den Chapmans Peak Drive in Südafrika erinnert, obwohl der mit seinen gerade mal neun Kilometern Länge wohl auch mit aller Mühe nicht mehr auf eine Zweitagestour auszudehnen wäre.

 

Die Grampians

Vom Ende der Great Ocean Road sind wir nicht direkt nach Melbourne zurück gefahren, sondern haben einen Schlenker durchs Landesinnere gemacht und noch eine Nacht in den Grampians verbracht. Dieser kleine Gebirgszug liegt etwa 250km westlich von Melbourne und 100 km nördlich von der Küste und trägt seinen Namen, weil er den schottischen Forscher Sir Thomas Mitchell an die Grampian Mountains in seiner Heimat erinnerte. Wir hatten einfach nur gehört, dass es dort schön sein sollte.

Die Grampians

Am Abend vorher, haben wir noch auf einem Campingplatz ein deutsches Ehepaar getroffen, die gerade dorther kamen und uns einen Camping empfohlen haben. Am Freitag, den 4. Januar sind wir dann auch dorthin. Auf dem Weg haben wir noch einen Stopp in einem kleinen Naturpark eingelegt, in dem ich meine erste Begegnung mit den fast bis zu 2 Metern groß werdenden Emus hatte.

Emu

Um dann weiter zu unserem anvisierten Ziel zu kommen, mussten wir zunächst in einem Ort vorab eine Campinglizenz besorgen, denn der Campingplatz, auf den wir wollten, war von einer Umweltorganisation eingerichtet, ähnlich denen, die wir auf unserer Kanutour in Neuseeland kennen gelernt hatten.

Auf dem Platz selber gab es keine Information, Rezeption, oder sonstiges. Nur eine ganze Menge Stellplätze auf einem großen Areal, ein paar sog. „Long-Drop-Toilets“ (WCs über tiefen Löchern im Boden) und eine Buschdusche: einen mit Wasser gefüllten 15L-Eimer mit einem Brausekopf unten dran.

Als wir also für diesen Platz eine Campingerlaubnis für 5-6 Euro geholt haben, sagte man uns gleich: „Today is total fire ban“ – Heute ist absolutes Feuerverbot! Das hieß kein gegrilltes Abendessen, keine Kerzen, kein Lagerfeuer, nicht einmal Rauchen wäre erlaubt gewesen. Da zu dem Zeitpunkt sowieso schon gefühlt mal wieder halb Australien brannte, machte das durchaus Sinn.

Wir haben uns dann also Sachen für ein „kaltes“ Abendessen geholt und sind in den Naturpark gefahren. Australien, wie man es sich vorstellt! Kaum Menschen, Schotterstraßen, Eukalyptusbäume, gelbe Straßenschilder mit Kängurus und Koalas darauf, … Toll. So wollten wir es haben.

Australien Feeling

Auf dem Campingplatz angekommen, waren wir dann auch die zwei einzigen Personen weit und breit. Nachdem wir unsere Zelte aufgestellt hatten, sind wir losmarschiert – in der Hoffnung einen nahe gelegenen See zu finden. Aber nachdem wir nach 20 Minuten noch nicht einmal die Andeutung eines Wassertropfens gesehen haben, haben wir aufgegeben. Wieder zurück am Campingplatz haben wir einfach nur noch versucht uns trotz der Millionen an Fliegen möglichst wenig zu bewegen.

Zeltplatz

Am Morgen sagte noch eine Frau zu mir „Today is gonna be a stinker“ (heute wird es übel) und meinte damit das Wetter. Wir mussten natürlich ausgerechnet an einem der heißesten Tage überhaupt die Küste verlassen und ins Gebirge fahren. Als wir das erste Mal aus dem klimatisierten Auto gestiegen sind, hatten wir das Gefühl in eine Sauna zu gehen. Kein Lüftchen bewegte sich. Drückend trockene Luft und Temperaturen von über 42 Grad im Schatten…

Ich habe es gerade noch geschafft, auf die Pirsch nach der Tierwelt der Grampians zu gehen. Aber viel Interessanteres, als bunte Vögel, konnte ich leider nicht entdecken.

Einwohner der Grampians

Wir hatten uns schon damit abgefunden, dass der Tag wohl eher langweilig werden würde. Bis es begann zu dämmern und quasi die Ureinwohner Australiens den Platz eroberten.

Wallaby

Als Wallabys werden alle kleineren Gattungen der Kängurus bezeichnet. Und die kamen, zunächst noch zögerlich, aus dem umliegenden Wald. Je später der Abend wurde, desto mutiger wurden sie. Bis sie am Ende wörtlich um unsere Zelte herumhüpften. Als ich später im Dunkeln im Zelt lag und schon eingedöst war, bin ich noch aufgewacht, weil die Kängurus, in ihrer nicht gerade dezenten Fortbewegungsweise, direkt neben meinem Zelt vorbei sprangen.

Bereit zum Sprung

Und so wurde aus dem ziemlich trägen und verflucht heißen Tag eines der Highlights Australiens. Völlig alleine auf einem Campingplatz, inmitten der Natur, nur Buschduschen als Luxus, und die Kängurus um uns herum – einfach toll!

Symbol Australiens

 

 

Australien!

Und Sydney

Denn da sind wir am 27. Dezember von Christchurch aus angekommen. Da wir geplant hatten, über Sylvester in der Stadt zu bleiben, haben wir clevererweise schon im Juni einen Campingplatz vorbestellt. Und dort ging es dann vom Flughafen aus auch erst einmal hin. Dank des super ausgeschilderten UBahn-Systems haben wir alles auch völlig problemlos gefunden. Am Anreisetag haben wir, weil wir erst nachmittags dort waren, nur noch eingekauft und als erstes mal gegrillt.

Am nächsten Tag sind wir natürlich direkt morgens mit der UBahn in die Stadt. Ausgestiegen sind wir irgendwo in Downtown und von dort dann Richtung Oper und Harbour-Bridge gelaufen. Schon die Innenstadt und der Hyde-Park haben mir ausnehmend gut gefallen. Bis wir dann am Hafen waren. Schon der erste Anblick hat gereicht, um mich vollständig von Australiens bekanntester Stadt einzunehmen. Diese riesige Brücke mit der Oper gegenüber, den Fähren, den Segelbooten in der Nordseite der Bucht, die Cafes mit Blick auf das Wasser und die Skyline – der Hammer.

Das eine Wahrzeichen Sydneys

Das andere Wahrzeichen

Ich habe dermaßen viele Fotos gemacht, dass ich schon Angst hatte, meine Speicherkarte könnte platzen. Dies ist nur eine kleine Auswahl davon.

Die Oper vom Wasser aus

Rundumblick

 

Blue Mountains

Am Samstag den 29. Dezember ging es dann in die nahe gelegenen Blue Mountains. Diese Hügellandschaft, die ca. 60 km westlich von Sydney beginnt, ist bis zum Horizont überzogen mit riesigen Eukalyptuswäldern. Diese, wegen ihrer Artenvielfalt an Eukalyptusbäumen Ende 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärten, Wälder sind auch für den Namen „Blue Mountains“ (blaue Berge) verantwortlich: die Eukalyptusbäume dunsten ein Öl aus, welches wie ein Nebel über der Landschaft hängt und im Sonnenlicht einen bläulichen Schimmer verursacht.

Der bekannteste Punkt in diesen Bergen sind die „Drei Schwestern“, eine Formation von drei Felsnadeln,  hinter denen sich die Wälder hügelig in die Ferne ziehen. Inmitten einer ziemlichen Masse an Touristen und sydneyanischen Wochenendurlaubern ist es mir tatsächlich nur mit einiger Mühe gelungen, ein Foto der drei Hübschen zu schießen…

Die drei Schwestern

Da es wirklich extrem voll war, an dem Aussichtspunkt, sind wir schnellstens geflüchtet und einen etwa einstündigen Wanderweg am Rand einer Steilwand entlang gelaufen. Der Ausblick war dabei eigentlich immer schön und immer gleich: bläulich dünstende Eukalyptuswälder soweit das Auge blicken kann. Ein Highlight war noch dieser Wasserfall, dessen Name mir leider entfallen ist.

Wasserfall

Danach ging es wieder nach Sydney zurück, wo wir uns im Sonnenuntergang in eine Bar vor der bekannten Silhouette der Oper gesetzt haben und uns vom Ausblick auf die Harbour-Bridge bis in die Dämmerung haben faszinieren lassen.

Habour-Bridge am Abend

Wieder zurück auf dem Campingplatz ist mir dann auch endlich mal eins der hier weit verbreiteten Possums vor die Kamera gelaufen. Da diese Tiere hier schon eine richtige Plage sind, gab es davon dann später auch noch eine ganze Menge zu sehen. Als ich nachts im Bad war, saßen sie auf der Mikrowelle in der Campingplatzküche, auf den Tischen, haben versucht den Mülleimer zu öffnen, eines hatte es sich auf dem Grill bequem gemacht…

Possum

 

Bondi-Beach

Den Sonntag (30. Dezember) haben wir dann am bekanntesten Strand der Stadt – vermutlich sogar ganz Australiens verbracht. Wir waren am Bondi-Beach. Zwei Tage zuvor sind wir schon nachmittags mit einer der Fähren zum Manly-Beach gefahren. Und der war schon schön. Aber Bondi ist nicht umsonst so bekannt. Mal eben in die UBahn und/oder den Bus steigen und man ist an der wirklich hübschen Bucht, in der sich der weiße Sandstrand vor klarem, blaugrünem Wasser ausbreitet. Die Häuser, die die Bucht säumen, dürften nicht gerade günstig sein. Aber hier zu wohnen wäre schon nicht schlecht. Eine Promenade und einiges an Cafes und Bars vervollständigen den Eindruck: am Bondi geht es ums sehen und gesehen werden. Und hier laufen eine Menge hübscher Menschen herum. Wobei ich persönlich finde, man sollte dabei den Hauptakteur nicht vergessen: den Strand.

Ich glaube, man kann geteilter Meinung sein – mir hat Bondi auf jeden Fall gefallen.

Bondi Beach 1

Bondi Beach 2

 

Sylvester in Sydney

Am Montag war es dann endlich soweit: Sylvester in Sydney! Wir hatten uns vorher schon einen Platz rausgesucht, von wo wir das Feuerwerk sehen wollten. Und da wir mehr als einmal gelesen hatten, wie extrem voll es immer ist, sind wir schon um 11-11:30 Uhr dort gewesen.

Und haben unseren Augen nicht mehr getraut. Um 10 Uhr morgens wurde der „Mrs Macquaries“ Park für die Besucher geöffnet. Als wir eine gute Stunde später dort ankamen, tat sich gerade eine Lücke nach dem ersten Drittel der Schlange auf und wir haben frecherweise die Gunst genutzt und uns vorgedrängelt. So mussten wir am Ende nur etwas mehr als eine Stunde in der Schlange stehen, bis wir durch die Rucksack-Kontrolle waren und uns ein Stück Wiese suchen konnten, wo wir die 12 Stunden bis Mitternacht verbringen konnten.

Als wir kamen, haben wir auch schnell noch ein schönes Fleckchen gefunden. Wobei die ursprünglich gut 2×2 Meter im Laufe des Tages auf gefühlte 70×70 cm reduziert wurden. Insgesamt glich das Ganze schon ziemlich einem Volksfest. Es gab alle erdenklichen Essensbuden, Stände an denen Alkohol verkauft wurde, Eisbuden und natürlich die obligatorische Armada von Dixi-Klos.

Sitzplatz am Morgen

Sitzplatz am Mittag

Sitzplatz am Nachmittag

Und schon tagsüber gab es Programm. ZB eine Flugshow, in der rote Doppeldecker, einen Rauchschweif hinter sich herziehend, unter der Harbour-Bridge durch sausten, oder gelbe Propellermaschinen Werbung für lokale TV-Sender an den Himmel schrieben. Die allgemeine Stimmung war super. Es war tolles Wetter, die Leute waren gut gelaunt und bei 30 Grad und strahlendem Sonnenschein auf Neujahr zu warten hat etwas fürchterlich Entspannendes.

Letzte Abenddämmerung in 2012

In der Dämmerung um 21 Uhr war dann das Familienfeuerwerk. Für etwa 15 Minuten wurde der Abendhimmel von Raketen, Leuchtkugeln und was sonst noch so dazu gehört erhellt. Dann waren eigentlich nur noch einmal knappe drei Stunden Warten angesagt, bis um Mitternacht der Himmel, die Brücke und die Skyline brannten.

Feuerwerk 1

Feuerwerk 2

Leider konnten wir die Brücke nicht sehen, da es zu viele Bäume gab. Aber ich habe mich ein paar Tage später mit anderen Leuten unterhalten, die auch im Mrs Macquaries Park waren. Sie hatten so gestanden, dass sie die Brücke sehen konnten. Allerdings nichts vom sonstigen Feuerwerk. Und das wiederum haben wir in aller Pracht sehen können. Im ganzen Hafen verteilt waren Schiffe, von denen aus synchron die Raketen abgeschossen wurden. Der Nachthimmel glühte in allen möglichen Farben von der Pyrotechnik, die immer wieder Feuerblumen in beeindruckenden Größen über unsere Köpfe malte. Zwischendurch konnte ich durch die Bäume sehen, wie ein Flammenvorhang von der Brücke in die Bucht regnete. Und immer wieder spuckte auch die Skyline am Hafen bunte Lanzen in die Dunkelheit.

Brennende Skyline

Wobei ich allerdings gedacht hätte, dass das Spektakel etwas länger dauert. Aber ebenso wie das Familienfeuerwerk, war auch die Begrüßung des Jahres 2013 nach 15 Minuten vorbei.

Feuerwerk 3

Feuerwerk 4

 

Und dann wollten die 5 Millionen Besucher nach Hause …

Wir sind extra ein Stück durch die abgesperrte und autofreie Stadt gelaufen, um nicht direkt in der Nähe in die UBahn zu steigen, sondern erst ein oder zwei Stationen weiter. Als wir dort ankamen, war der Zugang verriegelt. Aber ein Bediensteter sagte uns, der offene Eingang befinde sich auf der Parallelstraße. Wir sind dann also dorthin gegangen. Und wenn ich vorher schon Fotos von den Menschenmassen gemacht habe, die durch die nächtlichen Straßen flanierten, bin ich an dieser Stelle in leicht hysterisches Gelächter ausgebrochen. Es war … voll! So voll, dass sich auf der vierspurigen Hauptstraße niemand mehr wirklich bewegen konnte. Und wie gesagt: kein einziges Auto. Aus einem Lautsprecher kamen ständig Durchsagen, dass man ruhig bleiben solle, die UBahnen würden im 5 Minuten Takt verkehren. Nur konnten die offensichtlich keine Personen aufnehmen. Zumindest bewegte sich nichts. Zusammengefasst: wir hatten nicht die Spur einer Chance, in die UBahn Richtung Zeltplatz zu kommen.

Zum Glück hatte ich vorher einen Sonderbus gesehen, auf dem als Ziel die UBahnstation vor unserer Haltestelle angeschrieben war. Wir haben uns dann auf gut Glück zu diesem Bus begeben und kamen sogar so rechtzeitig bei ihm an, dass wir noch einen Sitzplatz hatten. Dann sind wir noch eine gute Stunde Bus gefahren, haben noch einmal 10 Minuten auf die UBahn gewartet und sind auch mit der noch einmal 10 Minuten gefahren, bis wir uns so kurz nach 3 Uhr Nachts endlich müde ins Zelt legen konnten.

 

Insgesamt…

… war – BIN – ich total begeistert von Sydney. Ich hab auch schon Jana angerufen und ihr mitgeteilt, dass wir hier hin ziehen werden. Ich liebe diese Stadt. Sie hat so eine entspannte Ausstrahlung und ist sowohl optisch als auch von der Lage her einfach toll. Und sollte es tatsächlich nicht klappen, mit dem Umzug hierhin, werde ich definitiv noch ein- oder mehrmals zu Besuch herkommen.