Das war Chile …

Hallo!

Am Sonntag, den 7. Oktober haben wir Chile verlassen und sind von einem völlig überbezahlten Collectivo-Fahrer über die Grenze nach Peru geschleust worden.

 

Insofern ist es Zeit einmal Resümee zu ziehen und noch ein paar Anekdoten einzustreuen.

 

Angefangen haben wir mit der Villa Kunterbunt, die bei uns schon nur noch Villa Koterbunt heißt, weil im Innenhof überall Haufen der 2 Haushunde rumlagen – und natürlich auch nie entfernt wurden – und es überall total eklig nach Hundeurin roch (SCHLECHT).

Angeblich (laut der Villa Koterbunt-Frau) waberte in Valparaiso auch jeden Tag in der gleichen unbelebten Nebenstraße Tränengas, welches die Polizei wegen der Studentenproteste eingesetzt hat (BLÖDSINN).

Nett hingegen war, dem kleinen Jungen aus dem Laden das Spielzeugauto zu schenken, weil ich einen Tag vorher aus Versehen auf seine Plastikfigur getreten bin (GUT).

Erwähnen sollte man auch noch den/die leicht schläfrige(n) Busfahrer/in in Guanaqueros – das Geschlecht ließ sich nicht feststellen – der/die beim Dösen auch schon mal über zwei Spuren gefahren ist (FURCHTEINFLÖSSEND).

Oder die betrunkenen Punks in Chanaral, deren Hunde mal so gar nicht erzogen waren, die unbedingt mit uns über Heavy Metal reden wollten und es überhaupt nicht fassen konnten, was man in Chile will, wenn man doch aus dem schönen Europa kommt (LUSTIG).

Der Taxifahrer, der uns tatsächlich wie verabredet zwei Tage später in der Pan de Azucar abgeholt hat – womit wir eigentlich gar nicht gerechnet hatten (TOLL).

Unvergessen auch das Hostel in Arica, bzw. der „Hostel Manager“ Roberto, der uns bei Ankunft erst mal ein Bier in die Hand gedrückt hat. Sein Standardspruch, wenn er uns vorgestellt hat: German, but nice. Der lebende Kühlschrank im Hostel und die grauenhafteste Küche, die man sich vorstellen kann. Wundervoll war auch, wie er nachts um 2 Uhr in seinem eigenen Hostel Sturm geklingelt hat und schrie „Thorsten! Mate! Open the door! I forgot my fuckin‘ key“. Zum Glück hatte ich mir zum Türöffnen wenigsten noch eine Hose angezogen – denn er stand mit einem Kumpel und seiner Freundin vor der geschlossenen Tür (LUSTIG).

Auch gut war Robertos Assistent, der morgens kam und sich als erstes mal in ein freies Bett gelegt hat. Nachdem Roberto ihn wieder aufgescheucht hat, hat er wenigstens das Frühstück vorbereitet – und uns unsere eigenen Joghurts als „Frühstück inklusive“ auf das „Buffet“ gestellt. Unserer O-Saft erlitt das gleiche Schicksal (UNGLAUBLICH).

Die Kakerlake, die in meinem Neopren gewohnt hat und beim Anziehen unsanft aus ihrem Haus geworfen wurde (AUCH UNGLAUBLICH).

 

Alles in allem war Chile einen Besuch wert, allerdings steht zumindest der Norden nicht auf der „Unbedingt-Wiederholen-Liste“.

Hasta la vista Chile!

 

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