Titicaca

Am 9. Oktober ging es dann weiter von Arequipa zum Titicacasee. Den hab ich eigentlich als relativ unspektakulär empfunden, aber dafür wurde die Gegend endlich wieder farbiger. Aus der unglaublich trockenen, steinig-sandigen Landschaft der Atacama-Wüste tauchte zunächst vereinzeltes Gestrüpp auf. Dann kamen größere Büsche dazu. Kakteen, verdorrte Grasnarben, vereinzelte Blumen. Je näher man an den See kommt, desto mehr Fauna gibt es. Der Anblick der ersten Bäume am See war richtig ungewohnt, nachdem wir fast 4 Wochen lang nur Wüste gesehen hatten.

Blau in Blau am Titicacasee

Der See selbst ist – naja – ein See halt. Groß, tiefblau und auf 3.810 m gelegen. Hübsch anzusehen. Wir sind aber auch nur einmal am Ufer lang bis zur bolivianischen Grenze und zurück gefahren und dann eigentlich direkt weiter nach Cusco.

Titicaca 1

Titicaca 2

Titicaca 3

 

Vielleicht noch als Negativrekord erwähnenswert ist die Stadt Juliaca, durch die man auf dem Weg nach Cusco kommt. Angeblich soll ein „diplomatischer Einheimischer“ einmal Juliaca beschrieben haben als: „wenn Cusco der Nabel der Welt ist, dann ist Juliaca die Achselhöhle“…

Ich würde sagen Juliaca ist mit ABSTAND das abgefuckteste Drecksloch, das ich je gesehen habe. Und die ganze Stadt ist eine einzige Baustelle. Chanaral war hübsch dagegen.

Achselhöhle

Aber wir mussten es ja nur passieren. Was übrigens in einer Stadt ohne jegliche Straßen- oder Richtungsschilder relativ schwierig ist. Ich danke an dieser Stelle meiner Armbanduhr, die einen eingebauten, elektronischen Kompass hat. Sonst hätten wir vermutlich die Strecke von der Achselhöhle über die Rippenbögen bis hin zum Nabel niemals gefunden und müssten unser weiteres Leben unter einem verschwitzten Bauarbeiter-Arm führen.

 

Aber wir sind ja jetzt am Nabel der Welt…

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