Machu Picchu

Hallo Zusammen!

 

Nachdem die Mountainbike-Tour so ein Desaster war, haben wir am Sonntag dann keine Lust mehr auf eine geführte Klettersteig-Tour gehabt (man stelle sich vor, statt des Vorderrades wäre der Klettersteig abgefallen), und einen „Ruhigen“ gemacht.

Montag, den 15. Oktober, ging es dann nachmittags mit dem Auto erst nach Ollantaytambo und von dort mit dem Zug durch die ansonsten unzugänglichen Abschnitte des Heiligen Tals nach Aguas Calientes – der Stadt direkt neben Machu Picchu. Dort hatten wir ein Hostel gebucht und wollten am Dienstagmorgen früh aufstehen, um vor dem ganz großen Touristenansturm auf dem weltbekannten Berg zu sein.

Ist uns nur zum Teil gelungen…

Wir sind zwar wie geplant um 4 Uhr in der Früh aufgestanden und um 5 aus dem Haus Richtung Machu Picchu – aber wir waren bei weitem nicht die einzigen mit dieser Idee. Zusätzlich hatten wir uns noch vorgenommen von Aguas Calientes aus zu laufen, während uns die elenden Faulenzer in Bussen überholten. Hätten wir vorher gewusst, wie der Weg ist, wären wir vielleicht auch Bus gefahren…

Ich meine – schon die Bahnfahrt am Montag war verdammt beeindruckend. Man fährt durch das sehr schmale Tal und an beiden Seiten ragen steile Berge so hoch auf, dass man aus dem Fenster fast nur deren Hänge sieht. Und die Berge sind grün. Es herrscht (sub)tropische Vegetation; inklusive Palmen und Lianen. Und ähnlich beeindrucken war der Fußweg nach Machu Picchu. Zunächst läuft man ein Stück am Urubamba entlang und wird dabei von stinkenden Bussen überholt. Aber schon bald kann man die Treppe nehmen, während sich die Busse schaukelnd über den gewundenen Feldweg den Berg hochschlängeln.

Nur ist die Treppe nicht wirklich schneller. Es müssen nämlich etwa 300 Höhenmeter überwunden werden – auf dem, was wir Inka-Norm-Stufen getauft haben. Also Stufen, von denen jede anders als die vorhergehende ist und keine irgendeiner der anderen gleicht. So kamen wir dann gegen 6 Uhr früh schon total verschwitzt am Eingang zu der Inkastätte an. Und standen an…

Zum Glück hatten wir schon am Vorabend Tickets gekauft, so dass es nur ein paar Minuten warten waren. Aber immerhin war es schon voll genug, dass wir überhaupt warten mussten.

In der Anlage sind wir als erstes zur „Hütte des Verwalters vom Grabfelsen“ gegangen, von wo aus man den typischen Postkartenblick auf Machu Picchu hat. Ich habe ja im Vorfeld schon gedacht, von Machu Picchu werde ich bestimmt enttäuscht sein. Halt eine weitere Ruine. Aber Peru bereisen, ohne das Weltkulturerbe gesehen zu haben? Nein, geht ja irgendwie auch nicht!

Als ich dann da oben stand musste ich zugeben: Machu Picchu ist tatsächlich genauso beeindruckend, wie auf jedem Bild, dass ich vorher gesehen habe. Touristen hin oder her – die Inkastätte zieht einen magisch an. Man kann nicht anders, als die Kamera in die Hand zu nehmen und so ungefähr alles zu fotografieren, was man sieht. Es ist einfach unglaublich, wie schön es ist…

Keine Sorge – ich werde nicht alle 184 Bilder hochladen. Aber ein paar müssen schon sein, denke ich.

Aufstieg um 6 Uhr morgens

Blick von der Hütte des Verwalters vom Grabfelsen

Häuser in der Zitadelle

Nachdem der erste Fotorausch vorbei war, sind wir zur Inka-Brücke gegangen. Einem der Zugangswege zur Zitadelle. Nachdem vor ein paar Jahren jemand dort zu Tode gestürzt ist, darf man die Brücke allerdings nicht mehr betreten. Naja – Brücke würde ich das auch nicht nennen…

Inkabrücke

 

Es gibt zwei Berge direkt neben der Anlage. Der bekanntere ist der Huayna Picchu, der auch auf quasi jedem Foto mit drauf ist. Mit einer Höhe von 2.700 m ist er der kleinere der Zwei. Auf den Huayna Picchu werden pro Tag auch nur 400 Besucher gelassen. Der andere Berg – der Montana Machu Picchu – ist etwa 3.075 m hoch. Hier gibt es keine Besucherbeschränkung, denn mit ca. 700 zu überwindenden Höhenmetern ist es quasi ein selbst regulierendes System.

Ratet, für welchen Berg wir Tickets hatten…

Ausruhen mit Kulisse

Gegen 7 Uhr hieß es also wieder Inka-Treppen steigen. Dieses Mal hat der Aufstieg ca. eine Stunde gedauert, wobei wir relativ fix waren. Wenn man mal eine kleine Überschlagsrechnung anstellt und annimmt, dass jede Inka-Norm-Stufe ca. 20 cm hoch ist und wir insgesamt ca. 1.000 Höhenmeter treppensteigenderweise überwunden haben (und auch wieder runter), dann sind wir insgesamt etwa 10.000 Stufen gestiegen. 5.000 davon bergauf. (Die Waden tun mir heute  – nach einer Woche – immer noch weh…)

Aber oben angekommen war der Blick überwältigend!

Erst von dort sieht man, dass der Berg auf dem die Anlage steht, selber wieder der Mittelpunkt eines Tals ist. Die Inkas hatten auf jeden Fall einen Sinn fürs dramatische!

Die Anlage als Gesamtes

Blick vom Montana Machu Picchu

Insgesamt kann ich Machu Picchu wirklich nur als schön und unglaublich beeindruckend beschreiben…

 

One thought on “Machu Picchu

Leave a Reply